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Multiple Sklerose

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Neurologische Erkrankungen 4. MULTIPLE SKLEROSE Synonyme:  disseminierte Sklerose, Encephalomyelitis - häufige neurolog. E. - möglich sind psychische Veränderungen bis hin zur Demenz DEFINITION - chron. Entzündung des ZNS , Ursache ist unklar - Es entstehen Entzündungsherde, die eine Entmarkung des ZNS, d.h. den Verlust der Markscheiden   der Nervenzellen bewirken. Hauptsächlich im Hirnstamm, Rückenmark, Kleinhirn, Sehnerven und   in der weißen Substanz (substantia alba) - Entzündungsherde wechseln zeitlich und räumlich Symptom-Trias (Charcot-Trias) =  Anzeichen für eine Kleinhirnschädigung, tritt i.Allg. im späteren Verlauf auf, selten isoliert. Augapfelzittern (Nystagmus) skandierende Sprache Intentionstremor (Zittern beim Ausführen einer Bewegung) SYMPTOMATIK Anfangsstadium: - rasche Ermüdbarkeit - Schweregefühl in den Beinen - Schwächegefühl in den Gliedmaßen - Schwindel - Stolpern über kleine Hindernisse - Entzündung des Sehne...

Chorea Huntington

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Neurologische Erkrankungen 3. CHOREA HUNTINGTON bekannt auch als Veitstanz (griech. chorea = Tanz) DEFINITION - zuckende, einschießende Bewegungen - von George Huntington (Arzt) erstmals als Erbkrankheit beschrieben - Kennzeichen: choreatische Hyperkniesien / psychopathologische Phänomene / Demenz SYMPTOMATIK Beginn:  psychopathologische Phänomene, die oft übersehen werden - Affektlabilität - Reizbarkeit - kognitive Fähigkeiten sind beeinträchtigt (z.B. Konzentrationsstörungen) - depressives Syndrom (manchmal auch manisch oder pranoid-halluzinatorisch) - Suizidalität Später zusätzlich: - aggressive Tendenzen und Enthemmung - Resignation und Gleichgültigkeit (betr. Umwelt und eigene Person) - demenzielles Syndrom Charakteristische Bewegungssstörungen: - choreatische Hyperkninesien (kurze, einschießende Bewegungen, ruckartig + unregelmäßig, normaler Bewegungsablauf unmöglich) - unwillkürliche Kontraktion der Schluck- und Sprechmuskulatur (Schlucken und ...

Morbus Parkinson

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Neurologische Krankheitsbilder 2. MORBUS PARKINSON - bekannt als Schüttellähmung (shaking palsy) - 1817 von James Parkinson beschrieben - Synonyme: Parkinson-Syndrom, Parkinson-Krankheit - geht oft einher mit einer depressiven Symptomatik und im Spätstadium mit einer Demenz - langsam, unaufhaltsam fortschreitende Erkrankung des ZNS - unheilbare chron. Erkrankung Morbus Parkinson = hypokinetisches-hypertones Syndrom mit der Trias : Tremor (Zittern) Rigor ( Steifigkeit) Akinese (Bewegungsarmut) KLASSIFIKATION nach der Entstehung: - idiopathisch oder primäre Form (über 80% der Fälle, degenerativ, ohne erkennbare Ursache)           - das ist die eigentliche Form: die schwarze Substanz des Mittelhirn geht zugrund             (dopaminerge Neuronen in der Substantia nigra) - symptomatisch oder sekundäre Form (ausgelöst durch Medikamente, Vergiftungen, Tumor,   ...

Epilepsie

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Neurologische Krankheitsbilder Häufig: Epilepsie Morbus Parkinson Chorea Huntington Multiple Sklerose Schädel-Hirn-Trauma 1. EPILEPSIE (Fallsucht / Heilige Krankheit / Morbus sacer) - als Langzeitfolge der Epilepsie können psychische Veränderungen auftreten (chron. organ. Psychosyndrom) Definition - plötzliche Übererregbarkeit vieler Nervenzellen  = Gewitter im Gehirn - plötzliche Entladung von Neuronen geht mit der Gleichschaltung    vieler Nervenzellen einher (Synchronisation)       - bleibt die Entladung auf ein  Hirnareal beschränkt = partieller bzw. fokaler Anfall       - Erregung über das ganze Gehirn ausgebreitet = generalisierter Anfall Gelegenheitsanfälle durch Fieber oder Blutzuckersenkungen sind möglich. Erst wenn die Anfälle wiederholt und gesichert auftreten spricht man von Epilepsie. KLASSIFIKATION - nach der Entstehung      - idiopathische (oder genuine = angeboren) E. ...

Gehirnregionen

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Gehirnregionen Großhirn Zwischenhirn Stammhirn Kleinhirn Großhirn - rechte und linke Gehirnhälfte (Hemisphären) - verbunden mit dem Balken (Corpus callosum) - gegliedert in: Stirn- / Scheitel- / Schläfen- / Hinterhauptslappen Gyri (Hirnwindungen) Sulci (Furchen) - führt höhere Verstandesleistungen aus - das unterscheidet uns vom Tier            - z.B. Bewußtsein, Gedächtnis, Wille, Kreativität Zwischenhirn Thalamus, Hypothalamus, Zirbeldrüse (Corpus pineale) = Verbindung zwischen Großhirn und Hirnstamm Thalamus = Tor zum Bewußtsein  Informationen, die in das Bewußtsein gelangen sollen, werden an die Großhirnrinde weitergeleitet Afferente Impulse aus der Peripherie werden hier gefiltert Hypothalamus = oberste Befehlsstelle des autonomen Nervensystems (steuert Körperwärme, Kreislauf, Verdauung, ...) - Sitz der Hypophyse (Hirnanhangdrüse)  - diese setzt Hormone frei, wenn der Hypothalam...

Nervensystem

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ANATOMIE Zentrales Nervensystem (ZNS) = Gehirn + Rückenmark = umgeben von Haut + umspült vom Liquor (Nervenwasser) = schützt und ernährt ZNS = graue Substanz (hauptsächlich Leitungsbahnen) + weiße Substanz (alle Nervenzellkörper) Ventrikel = Hohlraumsystem im Gehirn, gefüllt mit Liquor Peripheres Nervensystem (PNS) = motorische und sensible Bahnen       -  motorische Bahnen - Signale werden vom ZNS in die Peripherie geschickt       -  sensible Bahnen - Signale werden von der Peripherie zum ZNS geschickt 12 Hirnnervenpaare 31-33 Spinalnervenpaare (8 Hals- / 12 Brust- / 5 Lenden- / 5 Kreuzbein-, 1-3 Steißbeinnerven) Somatisches Nervensystem   (animalisches N.) regelt alles willkürlichen Funktionen, z.B. Bewegungsabläufe  - Nervenleitungen sitzen im zentralen UND peripheren NS Vegetatives Nervensystem (autonomes oder viszerales N.)  koordiniert alle Vitalfunktionen, die nicht durch den Wille...

Neurobiologie

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Neurobiologie = eigenständiger medizinischer Fachbereich Beschäftigt sich mit Lehre + Therapie von organischen Störungen des zentralen, peripheren und vegetativen NS, bei dem psychische Symptome untergeordnet sind. Wahrnehmen von Sinnesreizen - Integration der Reizinformation - Reizantwort  Das Nervensystem ist für die Wahrnehmung von Sinnesreizen, die Verarbeitung und Integration des Wahrgenommenen, sowie für das Auslösen einer angemessenen Verhaltensweise verantwortlich.   Es ist dem Denken und Fühlen übergeordnet. Die Richtung der Erregung erfolgt dabei durch  - sensible oder sensorische Nerven afferent - d.h. von peripher nach zentral  - motorische Nevenfasern efferent - d.h. von zentral nach peripher  Anatomische Grundlagen Das Nervensystem wird nach Lokalisierung oder Funktion unterschieden: Lokalisierung - ZNS - zentrales Nervensystem              ...